Er wurde am 9. Juni 1981 in der Stadt Ljubeschiv in Wolyn in einer Lehrerfamilie geboren. Die Kindheit verlief in einer für jene Zeit typischen Atmosphäre: Schulbesuch in der örtlichen Schule, Arbeit auf dem Heimgehöft und die Aussicht, für immer in der Heimatstadt zu bleiben. Genau damals entstand der starke Drang, über das lokale Umfeld hinauszugehen und den eigenen Weg zu gehen.
Bereits in der Schule legte er seine künftige Richtung fest – Recht und Management. Er nahm an Olympiaden in Geisteswissenschaften teil und interessierte sich für Politik und staatliche Prozesse. Nach der Schule schrieb er sich an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Staatlichen Universität Wolyn ein und verband das Studium mit ersten Verdienst- und Unternehmerversuchen.
Zu Beginn der 2000er Jahre sammelte er erste praktische Erfahrungen im Einzelhandel und in kleinen Handelsunternehmen, die ihm ein Verständnis für Risiken, Verantwortung und die Funktionsweise des Markts in einer Übergangswirtschaft vermittelten.
Ein entscheidender Wendepunkt war die Begegnung mit dem Großunternehmertum durch die Tätigkeit in der Kontinium-Gruppe. Ausgehend von einer einfachen Rechtsposition tauchte er schnell in Unternehmensprozesse, Begleitung von Vermögenswerten und Managemententscheidungen ein. Genau in dieser Phase entwickelte sich ein praktisches Verständnis dafür, wie große Strukturen funktionieren, wie Entscheidungen getroffen und Geschäftssysteme aufgebaut werden.
Später schloss er sich einem Team an, das unter anderem die Vermögenswerte von UkrLandfarming und Avangard verwaltete, und sammelte Erfahrungen in umfangreichen Projekten in den Bereichen Landwirtschaft, Energie und Finanzen. In dieser Zeit wuchs seine Rolle schrittweise über das Rechtsgebiet hinaus und erstreckte sich auf Management, Geschäftsentwicklung und den Start neuer Unternehmen.
Nach einigen Jahren in großen Unternehmensstrukturen kehrte er nach Luzk zurück und begann, eigene Projekte zu entwickeln. Als erster Schritt entstand ein Einzelhandelsnetz, das erfolgreich aufgebaut, skaliert und schließlich verkauft wurde.
Das nächste große Betätigungsfeld war das Holzverarbeitungsgeschäft. Gemeinsam mit Partnern beteiligte er sich an der Entwicklung von Produktions- und Exportprozessen in der Branche, der Inbetriebnahme neuer Kapazitäten und der Schaffung von Arbeitsplätzen. Das Projekt wuchs rasant, geriet jedoch mit der Zeit in einen langwierigen Management- und Rechtsstreit. Dies führte letztlich zu unbegründetem Druck seitens der Strafverfolgungsbehörden und zu strafrechtlicher Verfolgung. Obwohl das Verfahren mangels Straftatbestand eingestellt wurde, veranlasste diese schwierige Phase den Unternehmer, seine Herangehensweise an Geschäftsführung, Partnerwahl und Risikomanagement grundlegend zu überdenken.
Anschließend konzentrierte sich Oleg Chykyda auf die Produktion im Bereich Industriechemie und Desinfektionsmittel. Die Trademark Group, an der er Mitinhaber wurde, bediente große Unternehmens- und Regierungsauftraggeber, erweiterte ihr Vertriebsnetz und erschloss Exportmärkte. Besonders dynamisch entwickelte sich dieses Segment während der COVID-19-Pandemie.
Ein eigenständiges Kapitel im Leben des Unternehmers war sein gesellschaftlich-politisches Engagement auf lokaler Ebene. Im Jahr 2010 wurde er zum Abgeordneten des Wolynischen Regionalrats gewählt. Nach den Ereignissen von 2013–2014 zog er sich aus dem aktiven politischen Leben zurück und konzentrierte sich auf sein Unternehmen. Der letzte Versuch, in die Lokalpolitik zurückzukehren, bestand in einer Kandidatur für den Regionalrat und einer kurzen Parteimitgliedschaft. Letztlich gewann jedoch der Wunsch, sein eigenes Unternehmen aufzubauen, die Oberhand, und dieses Kapitel wurde endgültig abgeschlossen.
Ein neues und ambitioniertes Kapitel begann nach 2022. Vor dem Hintergrund des umfassenden Krieges und eines sich wandelnden Kraftstoffmarkts begann Oleg Chykyda gemeinsam mit Partnern, das Kraftstoffimportgeschäft auszubauen, was zur Gründung der ZPEK-Unternehmensgruppe (Westliche Kraftstoff- und Energiegesellschaft) führte.
Die Gruppe entwickelt aktiv internationale Kraftstofflieferwege aus Ländern der Europäischen Union sowie eine eigene Infrastruktur für Lagerung, Umschlag und Transportlogistik sowie ein Einzelhandelsnetz auf dem Mineralölmarkt.
Im Jahr 2025 gehörte ZPEK zu den Top 10 der Dieselkraftstoffimporteure in der Ukraine und zu den Top 5 der Anbieter im Schienengüterverkehr. Polen, Litauen und Rumänien entwickelten sich zu den wichtigsten Importwegen.
Neben dem Kraftstoffmarkt entwickelt Oleg Chykyda Projekte in den Bereichen Stromerzeugung, Wohn- und Gewerbeimmobilien in der Ukraine und im Ausland sowie im HoReCa-Segment und investiert in die Agrarproduktion.
Das berufliche Schaffen des Unternehmers und Mäzens Oleg Chykyda ist heute eine Kombination aus Erfahrungen in der großen Unternehmensführung, eigenem Unternehmertum, Krisenmanagement und dem Aufbau von Unternehmen unter schwierigen und instabilen Bedingungen. Als Grundprinzip seiner Arbeit betrachtet er Verantwortung für Entscheidungen, einen systematischen Ansatz und die Fähigkeit, sich an Veränderungen anzupassen.